Bist du, was du isst?

Sozialverein Deutschlandsberg, Schulsozialarbeit im Bezirk Deutschlandsberg, Region Südweststeiermark: Der Workshop unter dem Motto „Bist du, was du isst?“ erstreckte sich über vier Unterrichts-einheiten, die auf insgesamt zwei Vormittage aufgeteilt wurden. Als Einstieg in das Thema wurde der Begriff „Fitness“ diskutiert und die Mädchen und Burschen konnten durch die selbstständige Erstellung einer Leistungskurve ihre eigene Leistungsfähigkeit einschätzen. Mittels Zuordnungsspiel (siehe Abbildung 1) wurden im Anschluss verschiedene, die Ernäh-rung beeinflussende Faktoren behandelt. Vor allem die gesellschaftlichen Faktoren, zu denen etwa Eltern, Freund_innen oder auch die Werbung zählen, wurden genauer beleuchtet und hinterfragt.

In diesem Zusammenhang wurde auch auf die für Männer und Frauen vorherrschenden Kör-pernormen und Schönheitsideale eingegangen und mittels Bildkarten die Vielfalt des menschlichen Körpers aufgezeigt. Die daraus resultierende Diskussion zum Thema Jo-Jo-Effekt bei der Durchführung von Gewichtsreduktionsdiäten oder beim Auslassen von einzel-nen Mahlzeiten wurde als Überleitung zur Ernährungspyramide genutzt. Zur Darstellung der Pyramide wurde das aid-Wandsystem (siehe Abbildung 2) verwendet.  Die Schüler_innen erhielten Kärtchen mit verschiedenen Lebensmitteln und versuchten diese – ihrer Lebens-mittelgruppe entsprechend – den richtigen Ebenen der Pyramide zuzuordnen. 

Danach wurden der Aufbau der Pyramide sowie die acht Lebensmittelgruppen näher be-sprochen. Eine gesunde Ernährung schließt Süßigkeiten und damit verbunden auch Zucker keineswegs aus, jedoch sollte diese Lebensmittelgruppe sparsam genossen werden. Aus die-sem Grund wurde mit den Jugendlichen eine Genussübung durchgeführt, bei der ein Stück Schokolade langsam und mit allen Sinnen verzehrt werden sollte.

Zucker steckt jedoch nicht nur in Süßigkeiten, sondern auch in vielen anderen Lebensmitteln. Um ein Gefühl für den Zuckergehalt von Pizza, Ketchup, Orangensaft und Co zu bekommen, wurde mit den Schüler_innen ein „Zuckerquiz“ durchgeführt, bei dem sie zuerst selbst ein-schätzen durften, wieviel Zucker (Anzahl an Würfelzucker) worin enthalten ist.

Als Abschluss wurde eine Übung zum Thema „Vielfalt“ durchgeführt. Hierfür erhielten die Mädchen und Burschen einen Apfel, den sie sich genau anschauen und merken sollten, um ihn später unter allen Äpfeln wiederzufinden. Mit dieser Übung sollte den Heranwachsenden letztlich noch einmal die Vielzahl an einzelnen, unterschiedlichen Merkmalen aufgezeigt werden und die Vielfalt – insbesondere auf den menschlichen Körper – als tatsächliche „Norm“ in den Fokus stellen.