Bogenschießen - mit Körper und Geist durch den Parcours

Privatperson, Region Oststeiermark: Für das Projekt „Bogenschießen –Mit Körper und Geist durch den Parcours“ war es vorgesehen, mit drei Jugendlichen einen Tag lang auf dem Parcours der Kellerratten in Weiz zu verbringen. Da bei den Jugendlichen die Schulautonomen Tagen unterschiedlich ausfielen und wir somit nicht einen ganzen Tag gemeinsam verbringen konnten, fand das Projekt an drei verschieden Tagen statt.

In einer Einschulung erlernten die Jugendlichen sowohl den Umgang mit Pfeil und Bogen als auch die Regeln die mit dem Bogenschießen verbunden sind, kennen. Wir trafen uns dafür am ersten Projekttag auf dem Parcoursgelände der Griasbocher in Passail. Die beiden Jugendlichen kamen aus dieser Gegend und sie wussten zwar, oder hatten es zumindest es mal gehört, dass man dort Bogenschießen kann, waren aber selber noch nie dort. Grundsätzlich ist es von Vorteil, Ressourcen zu suchen, die gut erreichbar sind Auf dem Einschussplatz lernten sie, wie der Bogen aufgespannt, wie ein Pfeil richtig in den Bogen eingelegt, wie der Bogen aufgezogen, wie richtig geankert und wie losgelassen wird. Dabei wurde auf dem Einschussplatz befindlichen Scheiben geschossen. Nach einer gewissen Weile, nachdem sich die ersten Erfolge abzeichneten, wurde nochmals auf die Sicherheitsregeln, die es stets einzuhalten gilt, eingegangen. Danach gab ich noch ein paar Hinweise, zur Verbesserung der Schusstechnik. 
Dann ging es zum ersten Mal auf den Parcours. Auf dem Parcours werden mehrere aus speziellen Kunststoffen bestehende Tiernachbildungen in zumeist Lebensgröße geschossen. Für die Jugendlichen bzw. Anfänger wird meist eine Entfernung gewählt, wo die Trefferwahrscheinlich hoch genug ist, damit sich Erfolgserlebnisse schnell abzeichnen. Im Großen und Ganzen kommt es zu Beginn nicht zwangsweise auf die erreichten Punkte an, die erzielt werden können, sondern sollen die Jugendliche das zuvor Gelernte umsetzen und verinnerlichen. Der erste Projekttag war eine große Freude, man sah es an den Gesichtern der Kinder.

Am zweiten Projekttag stoß nun auch der dritte Jugendliche zu uns. Für diesen Tag trafen wir uns auf dem Parcoursgelände der „Kellerratten“ in Weiz. Da wir uns nach der Schule trafen, war es bereits 14 Uhr. Zu dieser Jahreszeit sollte man nicht später als 16 Uhr aus dem Parcoursgelände zurück sein. Da man aber ca. drei Stunden für den Rundgang benötigt, blieben wir auf dem Einschussplatz und wir konnten nochmals das bisher Erlernte festigen. 

Zum Abschluss veranstaltete ich ein kleines Bogenturnier. Es bleibt bei Jugendlichen, die meist übermotiviert sind, nicht aus, sich gegenseitig zu messen. Am Ende gab es noch eine kleine Feedbackrunde, die drei Jungs waren begeistert und fragten mich, wann der nächste Termin für eine Parcoursrunde sei.