Box of Games

Caritas Schulsozialarbeit, NMS Fürstenfeld, Region Oststeiermark: Im Zuge des Projekts "Box of Games" wurde eine Box mit Spielutensilien für die NMS Fürstenfeld angeschafft, um die Pausen spielerisch gestalten bzw. aufpeppen zu können. Bei Schönwetter wurden die Pausen im Hof der NMS verbracht, bei Schlechtwetter in der Schule. Für beide Fälle wurden geeignete Materialien zur Pausengestaltung in dieser Spielebox bereitgestellt. Außerdem beinhaltete sie sowohl für aktive, als auch passive SchülerInnen Gegenstände zum Spielen.

Folgende Hauptschritte wurden im Zuge des Projekts veranlasst:

  1. Projektteam zusammenstellen: Dafür wurdein einem ersten Schritt aus jeder Klasse ein/e SchülerIn gewählt, der diese Klasse vertritt und gemeinsam mit der Schulsozialarbeiterin an der Ausgestaltung und Ausführung des Projekts tätig war und das Projektteam bildete. In Summe galten also 12 Jugendliche als Hauptakteure. Wichtig war, dass auch wirklich aus jeder Klasse ein/e SchülerIn teilnahm, um die Interessen der Klasse zu vertreten.
  2. Ideensammlung: Gemeinsam mit diesen Jugendlichen wurden Ideen für die Spielebox gesammelt.
  3. Umsetzung: Die Materialien werden vom Projektteam beschafft und eine Sammlung zusammengestellt. Ein wichtiger Schritt bei der Umsetzung beinhaltete die Erstellung eines Ablaufplans zum Bereitstellungs- und Ausleihprozederes der Spielekiste. Dieser Ablaufplan wurde vom Projektteam gemeinsam mit den LehrerInnen erarbeitet.
  4. Implementierung: Die "Box of Games" konnte ausprobiert werden.
  5. Evaluierung: Durchführung eines regelmäßigen Check-ups mit dem Projektteam über Funktionalität, sowie Qualität der Spielebox. Einleitung etwaiger Verbesserungen und/oder Änderungen.

"Box of Games" zielte darauf ab, die große Pause an der NMS Fürstenfeld aktiver und belebter zu gestalten und für jeden Typ von SchülerInnen eine Pausenaktivität bereitzustellen. Somit zielte das Projekt auf die ganzheitliche Perspektive der schulischen Gesundheitsförderung nach Ottawa Charta ab, wonach die körperliche, psychische und soziale Gesundheit in der Lebenswelt Schule gestärkt werden sollen.
- körperlich: Die Kinder und Jugendlichen bekamen die Möglichkeit sich auszutoben und zu bewegen und somit körperlich aktiv zu sein oder zu werden. Dies konte v.a. bei hyperaktiven Kindern und Jugendlichen zu Entspannung führen und im Gegenzug bei etwas passiveren zu Aktivität.
- psychisch: Die SchülerInnen konnten zwischen den anstrengenden Schulstunden ausspannen, sich erholen und einfach Spaß haben und lachen, was den Schulalltag angenehmer gestaltet und den SchülerInnen die Energie bringt, um die nachfolgenden Schulstunden erfolgreich zu verfolgen.
- sozial: Die SchülerInnen kamen auf spielerische Art und Weise in Kontakt mit Freunden, aber auch mit Jugendlichen aus anderen Klassen. So konnten neue Freundschaften geschlossen werden. Durch das gemeinsame Spielen bekamen auch sozial isolierte SchülerInnen die Möglichkeit, Bekanntschaften zu machen und ein Gefühl der Dazugehörigkeit zu bekommen. Auch ergab sich die Möglichkeit, dass die SchülerInnen mit einigen LehrerInnen durch ein gemeinsames Spiel in Kontakt kamen und sie dadurch in einer anderen, entspannteren Atmosphäre wahrnahmen, was sich positiv auf die Stimmung und Akzeptanz auswirkte.

Ein weiteres sehr wichtiges Ziel war die Verbesserung des allgemeinen Schul- und Klassenklimas.
Durch die Box of Games erfuhren die Jugendlichen außerdem, wie schön Spiele auch ohne Computer sein können und dass es durchaus Möglichkeiten gibt sich ohne PC gemeinsam oder alleine zu beschäftigen.
Für diejenigen SchülerInnen die an der organisatorischen Umsetzung bereits im Vorfeld beteiligt waren, bedeutete dies, die Teilnahme an einer Projektgruppe mit Übernahme von Verantwortung. Auch die Eintragung in die Ausleihliste lehrte den SchülerInnen den Aspekt der Verantwortung und Verbindlichkeit.